Atomausstieg verlangt konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien
Vortrag des MdL Dr. Linus Förster (SPD)
Um in unserem Land langfristig eine sichere und saubere Stromversorgung zu garantieren, müsse jetzt der konsequente Umstieg auf die Erneuerbaren Energien, in mehr Energieeffizienz und zu modernen Kraftwerken und Stromnetzen forciert werden, erklärte der Augsburger Landtagsabgeordnete und europapolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Linus Förster kürzlich bei einer Versammlung der Donauwörther SPD. Die jetzige Bundesregierung sei mit dem Atomausstieg jetzt da angekommen, wo die SPD bereits vor zehn Jahren Energiepolitik erfolgreich gestaltet habe.
Notwendig sei jetzt ein vernünftiger Energiemix aus Windkraft- und Biogasanlagen sowie Pumpspeicher- , Solar- und Biomassekraftwerken. So seien Wasserkraft und Geothermie in der Lage, den Grundlaststrom zu liefern, Speicher- und Biomassekraftwerke könnten Spitzenlasten auffangen, wenn Wind und Sonne wetterbedingt nicht ausreichend Strom liefern könnten.
Von großer Bedeutung beim Umstieg auf Erneuerbare Energien sei neben dem Ausbau der Stromnetze die Optimierung von Speichertechnologien. Hinzu komme, dass fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas mittel- und langfristig teurer würden, Erneuerbare Energien hingegen billiger, betonte SPD-MdL Dr. Förster. Im Übrigen würde der Atomstrom künstlich niedrig gehalten: Die staatlichen Subventionen für Atomstrom beliefen sich nach Berechnungen des Forums Ökologische Marktwirtschaft in der Zeit von 1950 bis 2010 auf immerhin ca. 200 Milliarden Euro. Neben den mittelfristig günstigen finanziellen Auswirkungen auf die privaten Verbraucher seien die Erneurbaren Energien mittlerweile auch zu einem bedeutsamen Wirtschaftsfaktor geworden. Neben dem Bau von Speichern seien auch Einsparen, Effizienzsteigerung und das Verschieben von Strommengen aus Spitzenlastzeiten in die verbrauchsschwächeren Zeiten Elemente der Energiewende, unterstrich der SPD- Abgeordnete.
Heiner Kopriwa, der Vorsitzende des SPD- Ortsvereins Donauwörth, erinnerte eingangs daran, dass der Ausstieg aus der Atomenergie bereits von der rot-grünen Bundesregierung Schröder im Jahr 2002 eingeleitet und mit der Wirtschaft vereinbart worden sei. In 2000 sei von den Fraktionen von SPD und Die Grünen zudem das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien eingebracht und mit eigener Mehrheit beschlossen worden.
Langjährige SPD-Mitglieder Bodo Wuchterl und Bernhard Degginger geehrt
Mit dem Dank des Vorsitzenden an langjährige Treue, beständiges Engagement und Solidarität zur SPD wurden für 50jährige Mitgliedschaft in der SPD Bodo Wuchterl, langjähriger Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und für 40jährige SPD-Mitgliedschaft Bernhard Degginger mit Urkunden und kleinen Präsenten vom OV-Vorsitzenden und MdL Dr. Linus Förster geehrt.
