Hochwasserschutz in Donauwörth
SPD Donauwörth ist Unterstützer des Projekts von Anfang an
Der aktuelle Stand der Hochwasserfreilegung in Donauwörth ist für ein HQ100 mit 15% Klimaveränderungsfaktor nicht mehr ausreichend. Bildhaft bedeutet dies: Würde ein HQ100 zum jetzigen Zeitpunkt den Bereich des Wörnitzdeichs überfluten, entstünde ein Schadenspotenzial von rund 50 Millionen Euro.

Am 26.06.2008 fasste deshalb der Donauwörther Stadtrat mit Zustimmung der SPD-Fraktion den grundsätzlichen Beschluss, Planungen zur Umsetzung eines weiterführenden Hochwasserschutzes für Donauwörth und seine Stadtteile beim Wasserwirtschaftsamt Donauwörth zu beantragen. Am 28.05.2009 wurde der notwendigen Planungsvereinbarung zur Durchführung der Hochwasserschutzmaßnahmen zugestimmt.
Ein erstes Zwischenergebnis des Bearbeitungsstandes wurde in einer Präsentation am 15.07.2010 dem Stadtrat vorgestellt und der Beschluss gefasst, auf dieser Grundlage die Planungen weiterzuführen. Die Bearbeitung ist nun soweit fortgeschritten, dass das Ergebnis eine klare Vorstellung davon gibt, wie der Hochwasserschutz in Donauwörth aussehen könnte.
In der Sitzung des Stadtrates am 24.02.2011 stellte Frau Bauoberrätin Gudrun Seidel vom WWA Donauwörth die Zahlen, Daten und Fakten in einer Präsentation vor. Daraus geht hervor, dass eine mögliche Maßnahme die Aufweitung der Donau ist: Die Uferaufweitung der Donau würde eine Absenkung des Hochwasserspiegels um 30cm ermöglichen. Für diese Uferaufweitung und Ertüchtigung der Flutmulden müssten ca. 400.000 m3 Erde bewegt werden.
Für den anfallenden Erdaushub schlägt die SPD Donauwörth und SPD Stadtratsfraktion eine synergetische Verwendung vor. Mit dem Aushub könnte der Schallschutz entlang der B2 und der B25 durch Errichtung eines Erddammes erheblich verbessert werden.
Weitere Maßnahmen zur Vervollständigung des Hochwasserschutzes
- Vorhandene Schutzeinrichtungen erhöhen: Vorrangig ist die hierbei die Erhöhung der Wörnitz-Dämme und der Mauern der Insel Ried. Die Berechnungen hierzu sind gut in der Präsentation des WWA Donauwörth zu sehen.
- Neue Schutzeinrichtungen in betroffenen Ortsteilen schaffen: In Nordheim, Auchsesheim und Zusum müssen Deiche gebaut werden.
Nach Einschätzung der Bauoberrätin Gudrun Seidel werden für die gesamte Maßnahme finanzielle Mittel in Höhe von ca. 15 Millionen Euro gebunden. Die vollständige Umsetzung wird die Stadt voraussichtlich sieben bis zehn Jahre beschäftigen.
Wie geht es nun weiter:
- Festlegung von Prioritäten für einzelne Bauabschnitte durch die Stadt
- Offene Planung für einzelne Bauabschnitte
- Vorstellung und Abstimmung des Konzeptes mit Trägern öffentlicher Belange (amtlicher Naturschutz, Fischerei, Landwirtschaft, Forst, Naturschutzverbände, Straßenbau, DB AG)
- Abstimmung mit Trägern von Unterhaltungslasten an den Gewässern (BEW, Triebwerksbesitzer)
- Einbindung interessierter Bürger - Anregung zur Bildung von Arbeitgruppen
- parallel laufende Vergabe von Planungsleistungen.
Die SPD Donauwörth begrüßt die Offenheit der Planung da dadurch Arbeitsgruppen von Bürgern und Interessierten in den einzelnen Abschnitten eingebunden werden. In der Stadtratssitzung vom 24.02.2011 nahm die SPD/BfD-Fraktion zum Hochwasserschutz wie folgt Stellung:
StR Günter Schwendner (SPD/BfD): "In Anbetracht der möglichen Schadenssumme danke ich dem Wasserwirtschaftsamt für das Aufzeigen der Schwachstellen im Hochwasserschutz der Stadt. Ich begrüße bei diesem Konzept, dass alle Stadtteile berücksichtigt sind und die Bürger miteinbezogen werden. Auch die Maßnahme der Uferaufweitung der Donau finde ich sehr gut. Dieser Konzeption kann die SPD/BfD-Fraktion guten Gewissens zustimmen und wir drücken den Wunsch aus, dass stets die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen."
